The TIGERS get the Fun: Mit drei Sunbeam Tiger durch Neuseeland!

The TIGERS get the Fun: Mit drei Sunbeam Tiger durch Neuseeland!

Ich freue mich immer sehr über spannende Gastbeiträge und habe den Reisebericht zur Neuseeland-Reise unseres Oldtimer-Freundes Heiko Bösling bereits mit Spannung erwartet 😀. Hier ist nun das Reisetagebuch vom Tiger-Team und ihren Tripp durch das wunderschöne Neuseeland! 

 

Haka Haka oder TIGER in Neuseeland

Gastbeitrag von Markus Steiniger

Es geht am los am 25.12. wir schreiben das Jahr 2017

Team Häuser und Steininger auf dem Flug von MUC nach COH, um die anderen Verdächtigen in der Lounge aufzugabeln. Weiterflug nach Doha sechs Stunden – kurzer Zwischenstopp mit Duschgelegenheit in einer Mega Lounge für die Reisenden. Die war gefühlt so groß wie unser nicht funktionierender BER … frisch gekämmt geht’s zum Weiterflug mit Essen, Schlafen, Trinken, Filmanschauen 16 Stunden bis Auckland.

Am 27.12. endlich angekommen versuchen wir unsere Autos bei Ray abzuholen, der alles hervorragend für uns organisiert hat – Container zu einem privaten Flughafen gebracht, Autos ausgeladen und mit anderen Clubfreunden die Autos zu sich nach Hause transportiert. Die Geräte laufen, allerdings Ralfs hightec Einspritzzündungs-computergesteuerter Monstertiger kommt nicht in Wallung, Telefonstandleitung zu Ralfs Mechaniker, sämtliche Komponenten kreuz und quer geprüft – Hurra – 

 

Fehler gefunden, Induktionsgeber gebrochen, einmal quer durch Auckland und zwei neue gekauft, an der wunderbaren Skyline von Auckland zurück zum Tiger, ruckzuck eingebaut – immer noch keine Wallung! Wieder rumbasteln, endlich läuft er, allerdings wie ein Sack voller Nüsse und keine Leistung! 6 Stunden sind durch – keiner hat mehr Bock, also zurück ins Hotel! Mein Vorschlag für morgen, Vergaser und Zündanlage kaufen, das ganze Zeug reinwichsen und wir haben Wallung! Abends gehen wir alle in ein super Lokal am Hafen von Auckland – gefühlt gibt es hundert geile Bars und Lokale, aber nach einem hervorragenden Essen mit Red Snapper Tuna und anderen Schweinereien, nix wie ab zum Schlafen.

Tag 1: 28.12. mit 374Km

Ralf will es nochmal mit Probieren versuchen, die anderen verabschieden sich und über die M1 geht’s mit drei Tigern Richtung Süden. Aber sofort bleibt Heikos Bolide stehen … hat er gerade Diesel getankt??? Nein, die Sicherung der Benzinpumpe war raus – Auto hat wieder Wallung! Nach 80 km steht ein Wegweiser zur Hampton Down Rennstrecke, wo in drei Wochen das Badhurst 500 stattfindet.

Wir bekommen Sticker und eine Einladung zum Concour Show and Shine.

Weiter geht’s, die Landschaft wird hügelig und kurz vor Taupo geht’s links weg nach Orakai Korako , um zu den heißen Quellen zu gelangen. Es geht danach 50 km am See entlang nach Turangi, dort ins Bidge Motel mit 8,6 Punkten nicht so schlecht. Der Kiwikönig haut wieder einmal einen seiner Klassiker heraus: „Neuseeland ist wie eine Mischung aus Sizilien und Norwegen“ Er muss es ja wissen, denn er war vor 20 Jahren schon mal da!

 

Tag 2 – 29.12. mit 291 Km

Heute steht Forgotten World Highway auf dem Programm. Mit 150 km Kurve an Kurve ohne Tankstelle Richtung Südwesten. Nach 40 km fährt Heiko mit viel Engagement ein Loch in seine Ölwanne.

 

Zum Glück merkt es meine Frau und wir können ihn, bevor der Motor kollabiert, stoppen. Stephan findet einen Farmer – ich schleppe Heiko dort hin und schweiß die wunderbare Ölwanne. Die Mädels werden in der Zwischenzeit von der Dame des Hauses, einer Zahnärztin, auf der Veranda der 650 ha großen Farm mit Tee, Saft, Wasser und Christmas Cake versorgt. Jeder macht halt, was er kann! Zum Glück habe ich genug Öl dabei und wir fahren weiter nach Whangamomona, einer eigenständigen Republik auf dem Highway. Was es hier alles gibt. Vor der Bar tätowierte Harleyfahrer und wir bekommen einen Stempel in unsere Pässe.

Abends treffen wir am Mount Egmont ein, der sich uns ohne Wolken im strahlenden Sonnenschein präsentiert. Und da steht auch noch eine blaue japanische Reisschüssel herum, die unseren Freunden, den Schrages gehört – Haka Haka, das Adventure Team ist endlich wieder vereint.

 

Tag 3 – 30.12. 312 Km

Richtung Süden an der Küste entlang nach Wangarei, wo uns sogar der Bürgermeister begrüßt, zum Frühstücken und weiter zum Southwards Car Museum.

Zum Abendessen sind wir in Wellington, ein hervorragend asiatisches Abendessen und ein kleines Trainingscamp mit GinTonic für den nächsten Abend!

Tag 4 –– 31.12. –– Jahreswechsel mal anders

Silvester! kein einziger km zu fahren! Mit der Cable Car Bahn rauf zum Botanischen Garten, kurzer Abstecher ins National Museum, Devotionalien gekauft und dann Vorbereitung und Einstimmung auf Silvester! Very delicious 7 Gänge Menü verspeist, dann nix wie los zum Hafen und unters Party Volk mischen. Bei We are the Champions und Feuerwerk ins neue Jahr getigert, jedoch ist die Standfestigkeit der Neuseeländer eher schwach, um viertel nach 12 sind alle Bars geschlossen, da Neujahr ein Feiertag in NZ ist.

 

Tag 5 –– 01.01. –– Wir schreiben das Jahr 2018 und es erwarten uns 131 Km

Mit der Fähre geht’s in knapp vier Stunden bei bedecktem Wetter auf die –– Kia Ora Welcome!

131 km mit viel Verkehr bringen uns nach Nelson und dort ins WOW Automuseum. Auf dem Weg dorthin schreit plötzlich meine Frau „ bleib stehen da ist die Julie und der Bruce“ ja, ja, die Sonne. Aber wirklich am Straßenrand stehen die beiden – sie sind bei Ihrem Sommerhaus wegen dem Boot und so. Wir sollen sie ja eigentlich erst ein paar Tage später treffen um bei Ihnen in Loburn zu wohnen – aber so war das Hallo groß ob diesem Zufall. Zitat meiner Frau: „Zufälle gibt es nicht“.

 

Tag 6 –– 02.01. –– Ein längerer Tripp mit 503 Km

Es beginnt unsere längste Tagesetappe – 503 km gekurble, eine Kurve nach der anderen und kein Ende in Sicht. Wir entdecken ein altes Museum – DUST to RUST – sorry closed.

 

Wir fahren also weiter zu den unvorstellbaren Pancakefelsen und den Blow Hohles – zwar irrsinnig viele Touristen da, doch bei diesen spektakulären Bildern und Eindrücken kein Zufall.

 

Unsere Weiterfahrt bringt herrliche Blicke über tosende Wellen an einer atemberaubenden Westküste und tiefgrünem Urwald. Vorbei am Franz Josef Gletscher unterbrochen von kleineren Regenschauen erreichen wir unser Ziel den Fox Glacier. Von 503 gefahrenen km waren maximal 50 km geradeaus.

Susi, unser Generalfeldmarschall, auch genannt Reiseleitung wird ihrer Aufgabe wieder einmal voll gerecht und organisiert für uns bei Nieselregen zwei Helis!

Husch Husch aus dem Supermarkt und nix wie rein in unsere fliegenden Untertassen. Angesichts des Wetters hält sich unsere Begeisterung trotz Action in Grenzen. Nach ein paar hundert Höhenmetern lichtet sich der Himmel und ab dem Gletscher bricht strahlend die Sonne hervor und bei bestem blauweißem bayerischen Himmel fliegen wir bis auf 2500 m. Unsere zwei Helis landen nebeneinander auf einem großen Schneefeld.

Unser Grinsen und Rumgehüpfe nimmt kein Ende – wir fühlen uns wie Neil Armstrong!!! Nach der Rückkehr machen wir noch einen kleinen Ritt mit dem Tiger zu einem schönen Lokal und eine sehr nette Bedienung aus Aschaffenburg versorgt uns mit hervorragendem Essen.

Tag 7 –– 03.01. und 367 Km

Wir fahren als Singleteam 8 km Richtung Meer, dann beginnt eine 12 km lange, wunderbar kurvige Schotterpiste durch den sensationellen Dschungel mit Farnen bis zu 6-7m Höhe. Der Gellespi Beach hat zwar keinen Sand, dafür ist er überzogen von Millionen flacher Kiesel und Treibholz. Kein Mensch weit und breit – ein herrlicher Ort.

 

Leider müssen wir zügig zurück, da um 8 Uhr Start ins 327km entfernte Queenstown ist, wo wir für fünf Tage ein extrem geiles Sommerhaus mit Blick über den gesamten See und als Highlight für Ralf mit direktem Blick auf die Start und Landebahn des Flughafens haben. Laut Anweisung meiner Frau durften die vier Männer zum Supermarkt fahren (auch wenn sich einer lieber hingelegt hätte) und einkaufen. Abends wurde gegrillt, danach verzogen sich alle schnell in ihre Zimmer!

 

Tag 8 –– 04.01. Heute ist frei!

Nur faulenzen, spazieren gehen, genießen, GinTonic, Steiningers Asia Pfanne und vorkochen der Marion`schen Kartoffelsuppe für den nächsten Tag. DJ Ralf legt nach dem Genuss  von ausreichend Wein Musikwünsche auf! Der Weinkonsum wird immer heftiger, die Musikwünsche immer steiler, das Ende naht, als der KiwiKönig die klassische Halsabschneider Pantomime machte und ins Bett verschwand. Ergebnis: alle Hacke voll.

Wer ist der Kiwikönig ?

Tag 9 –– 05.01. und 594 Km

5:45 Uhr Abfahrt zum MilfordSound – 297 km einfach. Wahnsinns Straße und niemand unterwegs, Regen, Tunnel Durchfahrten, Sonne, alles inklusive. Die Fahrt mit dem Katamaran bis an die tasmanische See – einfach spektakulär. Seehunde beim Sonnen, herrliche Grüntöne an den Felsen und phantastische Wasserfälle, was will man mehr. Flugs die 297 km zurückgepowert, wir unterbrechen mit einer kleinen Wanderung durch den Dschungel, den KiwiKönig hat noch die Polizei ermahnt, von wegen 116 km anstatt 100 und so … und dann zum Abendessen die Kartoffelsuppe vernichtet.

Tag 10 –– 06.01. und 40 Km 😅

Gemütlich nach Arthurs Point zum Shotover gefahren, geile Boote mit Jetantrieb und 700 PS. Nass/ kalt/ sehr geil/ sehr knapp/ sehr schnell.

Danach Kiwikönig, Ralf und ich mit unseren wunderbaren Frauen ab nach Arrowtown einer Kleinstadt im alten Stil mit hübschen Geschäften und wieder einmal leckerem Essen. Die Ladies bekommen Champagner anstatt Shanty, (Alster,Radler) aber was solls, das liegt am Dialekt.

Tag 11 –– 07.01. rund 367 Km

Häusers, Schrage und wir ab nach Ivercargill, der südlichsten Stadt Neuseelands zum Werkzeugstore mit integriertem Auto-Motorradmuseum. Burt Munro’s  World fastest Indian, für Insider bekannt aus dem Film „Mit Herz und Hand“ ist als Replika dort ausgestellt, jedoch mit einer Unmenge von originalen selbst gegossenen Kolben, Pleueln, Verkleidungen, Helmen, einfach genial. Weiter zu Bill Richardsons Transportworld. Wahnsinn – LKWs deren Namen wir noch nie gehört hatten, von 1906 bis zur Neuzeit, ungefähr 150 Stück Zapfsäulen Blechschilder, Kühlermasken und Modellautos- alles richtig groß, die meisten LKWs top restauriert und für uns alle ein sehr besonderes Erlebnis. Ach ja, bei der Anfahrt verloren wir den KiwiKönig plötzlich aus den Augen. Turn around und bald sehen wir ihn mit geöffneter Motorhaube mit Ralf als Service Fahrzeug am Straßenrand stehen, Tiger tot, keine Wallung!

 

Nichts half, also abgeschleppt nach Ivercargill zum Repco, der wie alle Autoteilehändler in NZ auch am Sonntag auf hat. Zündspule und Kabel gekauft. Tiger tot. Keine Wallung. Zündbox MSD sechs AL von meinem Tiger transplantiert – Tiger tot, keine Wallung. Aber ich habe ja noch einen Verteilerfinger und eine Kappe dabei. Alles ausgebaut – aha, verschmort- alles wieder rein – Tiger lebt, Volle Wallung! Stephan umarmt mich vor lauter Freude – was ist den da los?  War also das Kabel, das sein Schrauber zwischen Zündspule und Verteiler reingebastelt hatte schuld. Durch die permanenten Überschläge der Funken hats im Verteilerfinder gekokelt. Nach den Museen auf dem direkten Weg nach Hause, 367 km waren es auch! Ralf hat sofort für alle GinTonic gemacht, das hilft!  

 

Tag 12 –– 08.01. mit 522 Km

Ab jetzt geht’s Richtung Norden durch Schafherden, kalte Berge zum See Tepanau, mit sensationellem Blick auf den Mount Cook. Dort entert ein Chinese meinen Tiger und die umstehenden fotografieren ihn, was für ein Spaß! Ab jetzt fährt Marion und ich kann mal vor mich hindösen und fotografieren. In Christchurch angekommen fahren wir direkt zum Silvester – bester US Car Carparts Dealer von Neuseeland. Stephan kauft alle relevanten Zündungsteile – ein herrlicher Laden mit allen Goodys die man sich so wünscht.

 

Noch schnell ein Kaffee und dann ab nach Loburn, um Julie und Bruce zu besuchen, bei denen wir die kommenden drei Tage bleiben. Ein sehr schönes Anwesen mit drei Schlafzimmern für uns. Schrages verlieren beim Knobeln und müssen in den Wohnwagen – aber ein sehr geiler! In Bruce Halle stehen Ferrari 400, Tiger, Tigerproject, MX5, MX3 Historic Ralley Car Project und ein halbes Dutzend Motorräder nebeneinander und werden liebevoll betreut. In der Garage findet sich noch ein SLK AMG und ein 550er Maranello für den täglichen Gebrauch. Hier lässt sich gut leben! Abends machen unsere wunderbaren Frauen Maria, Julie, Claudia und Marion ein leckeres Abendessen aus den Spezialitäten, die das Präsidentenehepaar mit Julie besorgt hatten. Bruce ist der BBC Man und wir trinken Wein in allen Varianten – wie sagt der KiwiKönig  „Jede Hoibe kennst“.

Tag 13 –– 09.01. kurze 60 Km

Am Morgen verabschieden sich Susi, Heiko, Claudia und Ralf zum Delphinschwimmen! Häuser und wir fahren mit Julie und Bruce zusammen, um David Craw, seines Zeichens erster Rootshändler von NZ zu besuchen. Er ist 79 und leider schwer krank. Trotzdem lässt er es sich nicht nehmen, uns auf seinem Anwesen herzlich im Kreis seiner gesamten Familie zu empfangen. Wir können seine Sunbeams bewundern – alle auf irgendeine Weise Umbauten. Rapier 120 mit V8 Motor und 5GangGetriebe gerade verkauft nach Australien für sage und schreibe 55 TEUR. Die restlichen Tiger sind ein bunter Haufen Wolpertinger.

 

Abends kamen 25 NZ Sunbeamer zu Julie und Bruce für ein ausgelassenes Barbecue. Am Ende standen zehn Sunbeams auf der Wiese vor der Terrasse.  

 

Tag 14 bis 16 – Start mit “Rainy days in Loburn”

Wir wollten eigentlich zum Arthur`s Pass , aber bei diesem Regen macht das keinen Spaß. Also ab ins Flugzeug und Transport Museum, danach direkt in die Antarktis, um Pinguine bei der Fütterung zu beobachten, im Schneesturm zu stehen, der jedoch eher für Kinder geeignet war und mit dem Kettenfahrzeug auf dem Handlingskurs mitzufahren. Privacy Abschiedsessen – von allem das Beste – Gute Nacht!

Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Picton um auf die Nordinsel überzusetzen, Stephan´s Kram im Hotel abzuholen den er vor zehn Tagen vergessen hatte und weiter nach Upper Hut für die Nacht. Der Kiwikönig sagt beim späten nächtlichen Umtrunk: „ dass ihn keine Mücke am Arsch sticht, weil er drauf sitzt“ Jetzt wird’s Zeit ins Bett zu gehen!

Am 12.1. immer noch “Rainy Day” aber trotzdem offen über den Pass, leider im Nebel nach Napier, ein wunderschönes Artdeco Städtchen. Am Nachmittag starten wir drei Weinverkostungen, wobei die ersten zwei ein Ausfall waren, aber beim dritten kauften Ralf und wir eine Kiste Wein und danach gabs noch ein super feines Essen. Zum Abschluss eine Runde Drinks im Emporia. Die Gang verzog sich ins Hotel, um Wein wegzutrinken, wir sind ins Bett.

 

Tag 17 – 13.1. 367 Km Richtung Te Mata Peak

Um kurz vor 8 Uhr gings Richtung Te Mata Peak, wo am Vortag nix zu sehen war, vor lauter Nebel. Was ein Glück – zwar Nebel, aber trotzdem was zu sehen.

 

Bei schönem Wetter weiter von Gisborne nach Wankanake. Die Landschaft sensationell abwechslungsreich. Von Obstplantagen bis zu kurvigen Straßen durch Täler mit Dschungel, riesigen Farnen und reißenden Flüssen, mit Temperaturen von 24 Grad am morgen bis 16 Grad auf den Bergen und 28 Grad bei der Ankunft im superschönen Motel The Landing, war alles dabei. Meine bessere Hälfte und ich verzogen uns sofort an den Beach zum Schwimmen. Abends das übliche wunderbare Essen, Wein, zu Hause sitzen wir noch zwischen den Tigern zusammen am Parkplatz und trinken ein paar Schoppen Wein. Wir gehen schlafen, nachdem der Häuser das Glas seiner Frau zerstört hat und ihr sein ganzes nicht geben will.

Tag 18 – 14.1. mit 185 Km

Schon wieder wunderschöne Straßen und dann das Highlight der Reise – der Lady Cox Geysier. Wir fahren extra vom WIA-O-TAPU Eingang zurück, um das Spektakel zu sehen. Wir warten eine halbe Stunde – Stephan ist schon ganz unruhig – endlich kommt eine Maori erzählt eine Story, haut Waschpulver ins Loch und das Ding sprudelt – zwei Minuten – alles Vorbei!

Was für ein Mist – wahrscheinlich die späte Rache der Maori am Rest der Welt!

Wir stauen uns einen km zurück zum Eingang von WIA-O-TAPU, wo King Kiwi, seine Regentin und wir eine gute Stunde den ganzen Rundweg unter die Füße nahmen. Verschiedene Gerüche, kochendes Wasser und stinkender Schwefel. Danach  direkt zum Waihi Beach auf ein Mega Eis spendiert von Ralf Schröder zur Feier des Geburtstages seiner geliebten Frau. Von unserer Lodge aus 100 m zum 10 km langen Beach. Einfach herrlich. Abends zu Fuß 4km zum Flatwhite Restaurant, zur Belohnung ein wirklich perfektes Geburtstagsmahl mit reichlich Wein! Mit „Zum Geburtstag viel Glück“, Geburtstagstorte mit Kerze und Freuden Tränen ging der Tag zu Ende. Die meiste Freude hatte wahrscheinlich der Wirt.

Zu Fuß zurück unter einem unvorstellbarem Sternenhimmel zu unserer Behausung.

 

Tag 19 – 15.1. nur winzige 20 Km

Kaum war es hell sind Marion und ich sofort zum Strand, Muscheln und sonstiges Getier sammeln und ein paar KM auf dem Beach gelaufen. Greg, unser Wirt gab uns den Tipp, den OKOKAWA Bay Treck zu gehen. 55 Minuten und man erreicht einen phantastischem Strand – ohne Leute – da keine Zufahrt möglich – sagt er. Maria und Stefan gehen mit und bei unserer Ankunft waren ca 10 Freaks auf einem km Traumstrand verteilt. Ganz schönes Gedränge, Wahnsinns Wellen und traumhaftes Wasser.

Später im Dorf fand meine Frau endlich eine adäquate Boutique und die Kreditkarte schmolz. Stephan wollte wieder den schönsten Tiger haben und wusch das Gerät – so war der Druck hoch und auch ich eiferte ihm nach. Marion hatte einen Seeigel gefunden, ich empfahl, ihn wegzuschmeißen, sie holte sich Rat bei unserem Wirt und er sagt: „Throw it away as fast as possible“ Ein netter ehrlicher Mann. Abends dann nochmal ins Flatwhite – der Wirt freut sich immer noch

Tag 20 –  16.1. 127 Km

Am Morgen noch ein Abschiedsfoto vor Gregs Haus, der uns wie langjährige Freunde verabschiedete.

Wir fahren noch auf den Strand, um ein – wir sind die Geilsten – Foto zu schießen (siehe Titelbild!)

Stephan malträtiert wie auch schon in den vergangenen Tagen mit einem Holzscheid seine LIMA. Als wir noch 70 km haben wird’s Slapstick. Stephan tankt nochmal 10 l, ich 7 l, noch 30 km vor uns, mein Tiger bleibt stehen, ich schütte einen kleinen Schluck nach. Wir düsen den anderen hinterher, überholen Stephan, der fährt jedoch nicht los, Batterie leer, die Lichtmaschine hat endgültig aufgegeben – kurzer Wechsel – nach ein paar Minuten geht’s weiter – Susi fährt einen kleinen Umweg – mein Tiger bleibt wieder stehen – noch ein kleiner Schluck und wir erreichen den privaten Flughafen, auf dem unser Container für die Autos wartet. Wir beginnen mit dem Verladen. Ray bringt Ralfs Tiger auf dem Hänger und noch ein paar Sunbeam Club Mitglieder zur Hilfe mit, nach drei Stunden und einer kurzen Unterbrechung für einen Pub Besuch ist alles erledigt und wir fahren mit dem Taxi nach Auckland. Wir laden Ray zu einem sensationellem Abendessen ein und beim abschließendem Irish Pub Besuch wird die Reise mit Gin Tonic und Live Musik zu Grabe getragen. Morgen Mittag geht’s über Doha und Kopenhagen wieder zurück nach Bayern.

 Es war eine sensationelle, phantastische, unbeschreibliche, hervorragende Reise mit dem Motto:

„Unendliche Weiten, wir schreiben das Sternenjahr 2018.“

 

Wir haben ca. 5.300 km zurückgelegt, mit 759 Liter Benzin getankt, mit Fahren, Schrauben, hervorragendem Essen, Bier, GinTonic, kaputter Ölwanne, kaputten Verteilerfingern, beschissenen Zündkabeln, kollabierender Lichtmaschine, aber immer mit Megafreude an unseren Geräten. Übrigens –  der KIWIKÖNIG war Stephan, Marion der Käsekuchen, Ralf die Rohrkette – warum und wieso das sind Interna`s.  Ja, man muss sich auf einer so langen Reise zusammenraufen – auch wenn`s wehtut, wir haben die Kiwis als wunderbare, extrem hilfsbereite, wahnsinnig an unseren Tigern und unserer Reise  interessierte Menschen kennengelernt. Ray kommt mit seiner Frau im Sommer nach Deutschland, wir werden ihn auf dem SUNBEAM Jahrestreffen in Budweis treffen. Bruce und Julie waren wunderbare Gastgeber – auch sie werden uns wieder in good old Europa besuchen. Danke vor allem an Susi, die alles auf dieser einmonatigen Reise perfekt organisiert hat und als Generalfeldmarschall immer voraus war !

Einfach zum Heulen schön !

 

 

Bilder: Privataufnahmen Steiniger, Bösling

 

Von |2018-08-17T15:35:14+00:0017. August 2018|Allgemein, Automobil, Oldtimer, Reisen|3 Kommentare

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3 Comments

  1. Reinhard Timm 17. August 2018 um 15:24 Uhr - Antworten

    Mensch Heiko,

    toller Beitrag !!!
    Wunderschönes Land und Natur pur !
    Leider konnte ich das 1992 nur mit einem Leihwagen genießen.

    Timmy

  2. Hardy 19. August 2018 um 8:49 Uhr - Antworten

    Ich will auch da hin.
    Hardy

  3. Peter Hanke 22. August 2018 um 14:46 Uhr - Antworten

    Ich muß mich Timmy anschließen: Ein wunderbarer Bericht über eine traumhafte Reise. Auch wir konnten uns dieses unvergeßliche Land – 1995 – nur im Leihwagen erschließen.

    Peter

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