Seit vielen Jahren fahren wir regelmäßig, gemeinsam mit dem MG Treff Braunschweig, eine dreitägige Sommerausfahrt mit. Nun wurde die für 2020 im Mai geplante, aufgrund der Pandemie zwei Mal verschobene Ausfahrt, endlich am letzten August Wochenende gestartet. Jedes Jahr ist ein anderes Pärchen für Planung und Organisation verantwortlich. Dieses Mal haben sich Regine und Matthias aus Hamburg (sie kennen die Truppe noch aus Studienzeiten in Braunschweig) für uns auf die Spuren der Wikinger gemacht und liebevoll eine Tour rund um Schleswig geplant.

Anreise von fast 400 Km auf kleinen Nebenstrecken

Nun mussten wir  erst einmal mit unserem kleinen Tross aus ca. 20 klassischen Fahrzeugen nach Schleswig kommen. Auch die Anreise wird individuell geplant und bildet bereits den ersten Teil der Ausfahrt. Dieses Mal hat sich Wolfgang mit Norbert vom MG-Treff sehr detailiert um die Ausarbeitung und Umsetzung der Strecke und des Roadbooks gekümmert. 

Zunächst haben wir uns zum ersten „Sammeln“ bei ziemlich nassen Wetter in Meine bei Braunschweig getroffen. Da waren Henner und ich doch recht froh uns früh für das Porsche Coupé und den Targa entschieden zu haben. Alle Roadster- und Cabrio-Fahrer mussten jetzt bei der Wetterprognose sehr hart sein. Hut ab vor Anja und Söhnke die sogar noch bei Regen im offenen Triumph TR6 eigetroffen sind und meinten den Wettergott damit noch umstimmen zu können 😅👍

Es half aber nichts, wir sind bei dem nassen und grauen Wetter gestartet und freuten uns auf ein gemütliches, gemeinsames Wochenende.

Der erste Halt war bei Uelzen geplant wo wir eine kurze Stippvisite bei der Firma Kaufmann Folientechnik gemacht haben. Ich muss gestehen, dass ich noch nie eine so schöne Strecke nach Uelzen gefahren bin! Dort angekommen hat uns das freundliche Team mit Kaffee, Orangensaft und für einige Beifahrer sogar Sekt verwöhnt 🍾! Top und vielen Dank dafür.

Wir hatten noch eine sehr lange Strecke vor der Brust und so haben wir uns zügig wieder auf die Reise gemacht. Eine kurze Mittagspause war hinter Schwarzenbek auf dem Gut Basthorst vorgesehen. Vom Ambiente absolut empfehlenswert. Henner und ich haben auf das Essen verzichtet und uns einen schönen Kaffee im Freien gegönnt. Die Sonne hat uns in diesem Augenblick endlich mal wieder verwöhnt.

Danach ging es ohne weiteren Zwischenstopp über Neumünster direkt nach Schleswig und ich muss gestehen, die Strecke hat sich an diesem Freitag zum Schluss doch gut hingezogen. Am Hotel Waldschlösschen angekommen war ich recht froh meine Sportsitze endlich verlassen zu können 😅.

Es wurde dann erst einmal hin und her rangiert bis alle mit ihrer endgültigen Parkposition zufrieden waren 😂 

Am Samstag ging es endlich auf die Spuren der Winkinger

Nach einem ersten geselligen Abend im Hotel ging es gegen 10.00 Uhr los auf die Spuren der Wikinger. Es war trocken, wenn auch nicht sonnig, mehr konnte man nicht verlangen. Regine und Matthias hatten den heutigen Tag in vier Etappen aufgeteilt und der erste Abschnitt führte uns zum Danevirke Museum

„Das Danewerk ist die größte Befestigungsanlage Nordeuropas. Sie wurde von der Eisenzeit bis ins Hochmittelalter über 700 Jahre genutzt und auch noch im 19. Jahrhundert ausgebaut. Mit dem Danewerk grenzten sich dänische Wikingerherrscher gegen das expandierende christliche Fränkische Reich und dem späteren deutsch-römischen Reich ab. Im Grenzland kam es immer wieder zu kriegerischen Konflikten. Seit 2018 ist Das Danewerk gemeinsam mit der bedeutenden Wikingersiedlung Haithabu UNESCO-Welterbe

Ich habe die Pause für einen kurzen Spaziergang zum Wall genutzt und mir die schöne, weitläufige Landschaft angeschaut.

Mittagspause am alten Filmset im „Landarzthaus“

Bei Serienkennern kamen bestimmt Erinnerungen auf, denn hier im Lindauhof wurde einst die bekannte Serie „Der Landarzt“produziert. Die Atmosphäre des Drehortes ist immer noch überall spürbar. Aber auch für nicht Kenner ist dieses schöne Gasthaus einen Ausflug wert. Hier entstand dann auch am Treppeneingang ein seltenes Gruppenfoto 👍

 

Wer jetzt denkt, dass wir nun auf schnellstem Wege zu unserem wohlverdienten Apperitiv an der Hotelbar durften hat die Rechnung ohne den Kulturwillen von Regine und Matthias gemacht. Eine Etappe lag noch vor uns und zwar zum beeindruckendem „Gut Ludwigsburg„.

„Das Gut wurde im 14. Jahrhundert durch die alteingesessene Familie Sehestedt begründet, die hier eine curia; also einen Wirtschaftshof und eine kleine Wasserburg errichteten. Der Name Kohøved ist seit dem 15. Jahrhundert belegt. Durch einen Erbgang geriet Kohøved 1564 an einen Familienzweig der Rantzau. Ab dem 17. Jahrhundert änderten sich die Besitzverhältnisse auf Kohøved mehrfach. Der Hof- und der Gartenbereich auf Gut Ludwigsburg sind für Besucher weitgehend zugänglich. Das Gut wird landwirtschaftlich betrieben, dazu Pferdezucht (Trakehner, Araber, Holsteiner und Ponys) und Reitbetrieb mit einer Reithalle und Ställen für eigene und Gastpferde.“ (Wikipedia)

Einige haben die Besichtigungsmöglichkeit der Herrenhauses wahrgenommen und waren sehr beeindruckt.

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Schöner Abschluß, zwei vergebene Zwerge und nette Gespräche

Dann gibt es noch den abschliessenden Abend und es werden Erlebnisse von der Tour ausgetauscht und bereits neue Ziele ins Visier genommen… So hatten wir einen weiteren geselligen Abend und konnten mit ansehen, wie der Gartenzwerg für „Patzer“ während der Tour, an einen der Teilnehmer vergeben wurde. Es ist noch nicht ganz klar, ob der Zwerg eine Strafe oder eine Auszeichnung ist 😂. Mittlerweile hat der Zwerg noch eine Miniaturausgabe zur Gesellschaft bekommen. Dieser soll nun die neuen Pflegeeltern Anette & Jürgen Osmer ein Jahr auf allen Reisen begleiten… ich bin sehr gespannt wo es ihn so hinführt und was er beim nächsten Treffen zu erzählen hat.

Verlängerung in Schleswig und Hohwacht 

Während die meisten sich am Sonntag wieder nach Braunschweig aufgemacht haben, sind wir kurzentschlossen noch einen Tag in Schleswig geblieben um uns die schöne Stadt anzusehen. Die Wettervorhersage für die Ostsee war auch so gut, dass wir auf dem Rückweg noch einen dreitägigen Abstecher zum Genueser Schiff in Hohwacht gemacht haben. Eine Gute Entscheidung!

Danke an alle Beteiligten für die schönen Tage 👍